Bersenbrücker Kreisblatt, Ausgabe vom 21. März 2014 Seite 17, Ressort Lokales

Aktion „5 vor 12“: IGS-Lehrer protestieren

Kritik an Arbeitszeitverordnung
ja Fürstenau. An vielen Schulen herrscht derzeit unter den Lehrern Verärgerung, weil die ursprünglich in Aussicht gestellte „Wiederauflebung“ der Altersermäßigung für Pädagogen ab dem 55. beziehungsweise ab dem 60. Lebensjahr möglicherweise ersatzlos gestrichen wird. Auch die Mehrarbeit für Gymnasiallehrer ist ein Thema. An der Integrierten Gesamtschule in Fürstenau beteiligten sich deshalb am Donnerstag rund 50 Lehrer an der Aktion „5 vor 12“, zu der die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufgerufen hatte.
Es stimmt schon. Streiken dürfen beamtete Lehrer nicht. Aber sich um „5 vor 12“ vor das Schultor stellen, wenn vielleicht gerade Pause ist oder der ein oder andere eine Freistunde hat? Das geht schon. Also versammelten sich vor dem Haupteingang der IGS in Fürstenau die Lehrer mit Plakaten in den Händen, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Organisiert hatten die Aktion der Personalrat sowie Hans-Georg Bock von der GEW-Betriebsgruppe. Ziel sei es, die Landespolitik daran zu erinnern, dass einst gemachte Versprechen auch tatsächlich eingehalten würden, so Hans-Georg Bock. Es gehe dabei auch um Fragen der Verlässlichkeit und der Glaubwürdigkeit.
So ist in der derzeit gültigen Verordnung zur Regelung von Arbeitszeiten lediglich festgelegt, dass die Altersermäßigung ab 55 mit einer Stunde und ab 60 mit zwei Stunden „ausgesetzt“ wird. Im Entwurf für eine neue Verordnung werde sie aber ersatzlos gestrichen, heißt es dazu in einer GEW-Mitteilung.
Auch das Festhalten der Landesregierung an der Mehrarbeit für Gymnasiallehrer ist für viele Pädagogen im Sinne von Unterrichtsqualität nicht vertretbar. Mehr als 1000 Stellen spare das Land so ein, dass seien auch mehr als 1000 fehlende Einstellungschancen, betonte Hans-Georg Bock.

http://www.noz.de/lokales/fuerstenau/artikel/460466/aktion-5-vor-12-igs-lehrer-in-furstenau-protestieren

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