Bersenbrücker Kreisblatt, Ausgabe vom 19. Dezember 2013, Seite 23, Ressort Lokales

Eine IGS auf der Wunschliste

Emlichheimer Eltern zu Gast
simk Fürstenau. Wie lautet das Rezept für eine gute Schule? Wäre eine Integrierte Gesamtschule gut für das Emlichheimer Schulzentrum? Diese Fragen treiben die Emlichheimer um. Sie besuchten nun die IGS in Fürstenau.
Und das ist ihre Ausgangsposition: In Emlichheim gibt es ein Schulzentrum mit den üblichen Schulformen. Insbesondere die Hauptschule leidet seit Jahren unter Schülerschwund. Lehrer und Elternvertreter der Hauptschule informierten sich deshalb in Fürstenau über das Schulsystem der IGS.
Der stellvertretende Schulleiter Josef Thale skizzierte den Gästen zunächst den Weg der Fürstenauer Schule vom Start in den frühen 70er-Jahren bis heute. Die didaktische Leiterin Hildegard Jubt wiederum stellte das Konzept der Schule vor. Elternvertreter Thorsten Grützmacher sprach für die Eltern. Dabei machte das Trio deutlich, dass Schule immer in Bewegung sein solle und lange Prozesse notwendig seien, um Qualität zu sichern. Die IGS in Fürstenau verstehe sich als Schule für alle und solle die Durchlässigkeit für alle Abschlüsse gewährleisten. „Wir möchten die Eltern mit ins Boot holen. Schüler sollen sich aufgenommen und wohlfühlen“, betonte Hildegard Jubt.
Und weiter: Der Ganztagsbereich müsse sinnvoll und in Absprache mit Eltern und Pädagogen gefüllt sein. Inzwischen habe sich die IGS Fürstenau eine gute Position in der Region erarbeitet. Die Zahl von rund 1500 Schülern spreche für sich. Viele Eltern lehnten inzwischen das Schubladendenken ab, erklärte Josef Thale zum starken Andrang.
Anschließend hatten die Gäste noch viele Fragen angesichts der Fülle der Informationen. Die Antworten ließen im Gegenzug nicht auf sich Warten. Das abschließende Fazit zog der neue IGS-Schulleiterer Jürgen Sander. Schule könne nur bestehen, wenn sie spüre, was in der Umgebung vor sich gehe und nicht nur darauf regagiere, was Politiker wollten.

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